Rundbriefe der Familie Soppa aus Malawi
Hier kommst du zu allen bisherigen Rundbriefen.
Um schnell zu dieser Übersicht zu kommen: bknoh.de/soppa

Rundbrief 1 – Juni 2023
Rundbrief 2 – September 2023
Rundbrief 3 – Dezember 2023
Rundbrief 4 – April 2024
Rundbrief 5 – Juni 2024
Rundbrief 6 – November 2024
Rundbrief 7 – Februar 2025
Rundbrief 8 – Juni 2025
Rundbrief 9 – Dezember 2025
Rundbrief 10 – April 2026

Wir stellen vor: EBM-Missionsfamilie Soppa in Malawi
Unser neues missionarisches Unterstützungsprojekt

Es ist ein weiter Weg von der vertrauten Heimat in Mecklenburg bis in das „warme Herz Afrikas“. Doch für Margrit und Micha Soppa war es ein Weg des Rufes und des Vertrauens. Seit Sommer 2023 lebt die sechsköpfige Familie in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis. Als Gemeinde haben wir uns entschieden, diesen Weg als Partner an ihrer Seite mitzugehen. In ihren bisherigen neun Rundbriefen haben die Soppas ihre Unterstützer an ihren Höhen und Tiefen teilhaben lassen – ein Zeugnis von Gottes Wirken in einer vollkommen anderen Welt.

Der Aufbruch: Ein Sprung ins Ungewisse

Alles begann mit einem Abschied, der Mut erforderte. Im Juni 2023 packte die Familie Soppa ihre Koffer – nicht für einen Urlaub, sondern für einen Lebensabschnitt, der ihr gesamtes Familiengefüge verändern sollte. Gemeinsam mit ihren vier Kindern landeten sie in einem Land, das zu den ärmsten der Welt zählt, aber für seine außergewöhnliche Gastfreundschaft bekannt ist.

Die ersten Monate waren geprägt vom „Ankommen“. Was in Deutschland selbstverständlich ist, musste in Malawi neu gelernt werden: Wie funktioniert der Alltag bei häufigen Stromausfällen? Wie navigiert man über staubige Pisten, und wie verständigt man sich in Chichewa, der Landessprache? Die Rundbriefe dieser Anfangszeit berichten von der Faszination für die bunte Lebensfreude der Malawier, aber auch von der Herausforderung, als sechsköpfige Familie in einer gänzlich fremden Kultur Wurzeln zu schlagen.

Bildung als Fundament: Michas Dienst am Seminar

Ein Kernpunkt des Einsatzes ist die theologische Ausbildung. Micha Soppa arbeitet am Baptist Theological Seminary der Baptist Convention of Malawi (BACOMA). In einem Land, in dem das Christentum stark wächst, ist die fundierte Ausbildung von Gemeindeleitern überlebenswichtig.

Micha berichtet leidenschaftlich von seinen Studenten. Viele von ihnen nehmen große Opfer auf sich, um studieren zu können. Sie kommen aus ländlichen Regionen, in denen sie oft die einzigen Ansprechpartner für geistliche und soziale Nöte sind. Micha unterrichtet nicht nur Theorie; es geht um die Frage, wie das Evangelium in den Kontext von Armut, Ahnenkult und Hoffnungslosigkeit spricht. Sein Ziel ist die Nachhaltigkeit: Wenn er Malawi wieder verlässt, sollen einheimische Leiter bereitstehen, die ihre Gemeinden mit Weisheit und Liebe führen.

Nächstenliebe praktisch: Margrits Dienst am Menschen

Während Micha im Hörsaal lehrt, ist Margrit dort unterwegs, wo die Not oft am greifbarsten ist. Als gelernte Krankenschwester hat sie schnell gemerkt, dass medizinische Hilfe in Malawi weit mehr ist als nur das Verteilen von Medikamenten. Ihre Rundbriefe erzählen von Hausbesuchen bei chronisch Kranken und der Unterstützung lokaler Kliniken.

Oft sind es die kleinen Gesten, die den größten Unterschied machen: ein offenes Ohr für eine verzweifelte Mutter, die Wundversorgung bei Kindern oder die Aufklärung über Hygiene. Margrit fungiert als Brücke zwischen der professionellen Medizin und der menschlichen Zuwendung. Ihr Dienst erinnert uns daran, dass das Evangelium Hände und Füße benötigt, um verstanden zu werden.

Alltag zwischen Abenteuer und Entbehrung

Das Leben in Malawi ist für die vier Soppa-Kinder eine Schule fürs Leben. In den Rundbriefen erfahren wir, wie sie sich in der internationalen Schule eingelebt haben, Freunde aus aller Welt fanden und lernten, dass Glück nicht von materiellem Überfluss abhängt.

Doch die Berichte verschweigen auch die Schattenseiten nicht. Die wirtschaftliche Lage in Malawi hat sich in den vergangenen Jahren verschärft. Massive Inflation, Treibstoffknappheit und die Auswirkungen des Klimawandels – wie verheerende Zyklone – treffen die Bevölkerung hart. Auch die Soppas blieben von Krankheiten wie Malaria oder schweren Infektionen nicht verschont. Diese Momente der Schwäche, so schreiben sie, führten sie jedoch immer wieder in die Abhängigkeit von Gott und stärkten ihren Gebetsglauben.

Ein Glaube, der teilt

Was wir von der Familie Soppa lernen können, ist die radikale Gastfreundschaft der Malawier. Trotz bitterer Armut teilen die Menschen dort das Wenige, was sie haben. Diese „Kultur des Teilens“ hat die Soppas tief geprägt und fließt in ihre Berichte an uns zurück. Sie sind nicht als „Besserwisser“ nach Afrika gegangen, sondern als Lernende, die den Reichtum einer Gemeinschaft entdeckt haben, die auf Gott vertraut, wenn die Vorratskammern leer sind.

Unsere Rolle als Gemeinde: Brückenbauer sein

Die Soppas planen, zunächst bis Sommer 2027 in Malawi zu bleiben. Wir als Gemeinde sind in dieser Geschichte keine bloßen Zuschauer. Durch unsere finanzielle Unterstützung sichern wir ihre Präsenz vor Ort. Durch unser Gebet bilden wir ein geistliches Schutzschild um die Familie.

Wir freuen uns darauf, diese Verbindung zeitnah zu vertiefen:

  • Live-Begegnung:
    In Kürze werden wir Margrit und Micha per Zoom-Call (Video-Telefonie) direkt in unseren Gottesdienst schalten. Das ist die Gelegenheit, Fragen zu stellen und die Gesichter hinter den Briefen zu sehen.
  • Geistliche Gemeinschaft:
    Ein besonderes Ereignis wird eine Predigt von Micha Soppa sein, die er voraussichtlich noch im Jahr 2026 via Videoübertragung exklusiv für unsere Gemeinde halten wird.

Fazit: Teil eines großen Ganzen

Die Geschichte der Familie Soppa in Malawi ist ein Kapitel in Gottes großem Buch der Weltmission. Es geht nicht darum, dass „wir den Armen helfen“, sondern dass wir als weltweite Kirche zusammenrücken. Die Soppas geben uns Anteil an ihrem Leben in Afrika, und wir geben ihnen eine Heimat und Basis in Europa.

Wir wollen Anteil nehmen, die Rundbriefe lesen und für Margrit, Micha und ihre vier Kinder beten. Sie sind unsere Botschafter der Hoffnung in Lilongwe.

Hier geht es zur Übersicht der Rundbriefe.